Programm

Unser Programm besteht aus einer bunten Mischung aus politischen und kreativen Workshops, Filmvorführungen, einer Podiumsdiskussion sowie Konzerten. Verschiedenen Info- sowie Essensständen werden euren Kopf und euren Bauch ebenfalls gut füllen. Außerdem wird es Samstag und Sonntag eine Kinderbetreuung (12:00 – 20:00 Uhr) und ein kleines Programm für Kinder geben.

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Freitag:

  • 15:00 Uhr: Anreise-Treffpunkt am Hauptbahnhof  (zusätzlicher Anreise-Treffpunkt am Haupbahnhof 18:00Uhr)
  • 16:00 – 17.30 Uhr: Privilegien im Rassismus – Überlegungen zu ihrer Analyse und zum Umgang mit ihnen (Urmila Goel)
Rassismus durchzieht unsere Gesellschaft. Wir sind alle von ihm betroffen, werden durch Rassismus marginalisiert oder privilegiert. Jenen, die vom Rassismus privilegiert werden, fällt es häufig schwer, die eigenen Verstrickungen in Rassismus zu verstehen und anzuerkennen. Im Vortrag wird ein Ansatz, Rassismus und die privilegierte Position im Rassismus zu analysieren, vorgestellt und diskutiert, wie aus der privilegierten Position rassismuskritisch gehandelt werden kann. 
Urmila Goel ist Kultur- und Sozialanthropologin, Autorin und Trainerin aus Berlin mit den Schwerpunkten Migration, Rassismus, Heteronormativität und den Verflechtungen von Machtverhältnissen. Mehr Information auf www.urmila.de
  • 18:00 Uhr: gemeinsames essen
  • 19:00 Uhr: Film „My Heart will go on“ mit anschließendem Gespräch und Diskussion mit Filmemacher Maman Salissou Oumarou
Im März 2012 hatte das große Rechercheprojekt „My heart will go on“ von Claudia Grehn und Moritz Schönecker am Theaterhaus Premiere; eine gewaltige Unternehmung mit Flüchtlingen und Aktivisten der Thüringer Flüchtlings(selbst)organisation The VOICE Refugee Forum Jena, Theaterhaus-Schauspielern, interkultureller Livemusik und einem vielköpfigen Team, das die Anwesenheit der Spieler auf der Bühne trotz Residenzpflicht und anderen Widrigkeiten überhaupt erst möglich machte.
„My heart will go on“ hatte großartigen Erfolg beim Publikum und der Kritik, Standing Ovations standen auf der Tagesordnung, und das Publikum war bunt gemischt wie nie. Die Produktion hat der Flüchtlings-Problematik
ein Gesicht gegeben. Der junge Filmemacher und Student der Kunsthochschule Köln Maman Salissou Oumarou hat die Produktion dokumentiert, Interviews mit dem Team und die Aktivisten geführt und daraus einen Dokumentarfilm produziert.     

 

 

Samstag:

  • 10:00 – 16:00 Uhr: Theater-Workshop
  • 11:00 – 14:00 Uhr: Hip-Hop-Workshop
  • 12:00 – 14:00 Uhr: Konzert und Tanzworkshop mit Moussa Coulibaly und Hawa
Moussa Coulibaly spielt traditionelle Musik aus Burkina Faso. Er entstammt einer Musiker*innenfamilie und so hat der Künstler schon als Kind angefangen, verschiedenartigste Musikinstrumente zu spielen. 
Hawa, eine Aktivistin der Festival-Gruppe, wird zu der Musik einen Tanzworkshop (eine Form des Jembe-Tanzes) anleiten.
  • 12:30 – 15:00 Uhr: Dokumentarfilmworkshop – Teil I
Der Workshop wird zweiteilig angeboten. Am ersten Tag werden die Filmischen Grundlagen vermittelt. Dazu gehören Bildsprache, Einstellgrößen, Perspektive, Licht, Ton, inhaltliche Recherche sowie Interviewtechniken. 
Anschließend werden die Teilnehmenden eigene Interviews zum Thema „Alltagsrassismus und Diskriminierung“ führen und sollen dabei auch ihre eigenen Erfahrungen einbringen.
Es wäre vorteilhaft, wenn die Teilnehmenden ihre eigene Kamera oder ihr Handy mit Videofunktion mitnehmen. Es ist aber keine Vorraussetzung.
  • 14.30  – 18.30 Uhr: Trainingsworkshop „Bewusst Weiß-Sein“ (Lawrence Oduro-Sarpong)
In diesem Workshop geht es darum, das eigene Weißsein wahrzunehmen und sich die Bedeutung dessen bewusst zu machen. Weißsein ist mit Privilegien verbunden, die meist nicht als solche wahrgenommen oder empfunden werden. Weißsein ist eine unmarkierte Position, von der aus Andere beschrieben, markiert und bewertet werden. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sich für dieses Phänomen zu sensibilisieren und sich auch ein Stück  von „Privilegien bedingten Verweichlichung“ (PBV) nach Noah Sow, zu befreien.
Der Trainer Lawrence Oduro-Sarpong, geboren und aufgewachsen in Ghana, lebt seit 1992 in Berlin und studierte Deutsch als Fremdsprache.
 
  • 16:00  – 18:00 Uhr: „Von Frauen für Frauen: Frauen erzählen ihre Geschichte“
Dieser Workshop wird ausschließlich von und für Frauen abgeboten. In diesem Workshop erzählen verschiedene Frauen unterschiedlicher Herkunft und Lebenssituation Teile ihrer Lebensgeschichte und eigenen Erfahrungen mit Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus sowie deren Umgang mit diesen Herrschaftsformen. Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch ein offenes Mikrophone für alle Frauen geben, die spontan eigene Erfahrungen mitteilen möchten.
  • 19:00 – 21:00 Uhr: Afrika-Bilder 
  • 19:00 – 21:00 Uhr: ID-Without-Colours (Film)
„ID  WITHOUTCOLORS“, der erste Dokumentarfilm zu Racial Profiling in   Deutschland, wurde mittlerweile bundesweit sowie in New York ingesamt   über zwanzig Mal gezeigt. Der Film feierte 2013 seine Premiere in der Werkstatt der Kulturen und wurde seitdem mit dem ersten Preis des   Sardinia Film Festival 2013.
  • 21:00 Uhr Konzert: Kilinba
Das Kilinba Orchester präsentiert ursprüngliche Kompostionen traditioneller und moderner afrikanischer Stile, einer Mischung aus  Afro- und Latinbeats und den Rhythmen der Casamance, der südlichen  Region des Senegals. (https://www.youtube.com/watch?v=Ozy8oKpOOms)

Sonntag:

  • 10:00 – 12:00 Uhr antirassistisches  und antisexistisches  Fußballspiel
  • 10:00 – 16:00 Uhr Theater-Workshop
  • 12:30 – 15:00 Uhr Dokumentarfilmworkshop – Teil II
Am zweiten Tag Workshoptag werden die filmischen Produkte, welche am Samstag entstehen, begutachtet. Dabei wird zunächst über technische Verbesserungen gesprochen und anschließend über die Inhalte diskutiert.
  • 12:00 – 13:30 Uhr: Workshop zu Fußball, Gender und Rassismus
  • 13:30 – 15:00 Uhr: Infoveranstaltung zu Oury Jalloh (Initiative Oury Jalloh)
  • 15:00 – 16:30 Uhr: Infoveranstaltung zu Dublin II/III (no border Frankfurt)
  • 15:30 Uhr: Film: Au clair de la lune… (französisch mit deutschen Untertiteln, Afrique-Europe-Interact)
 „Afrika ist nicht arm, es ist verarmt“, sagt die ehemalige Kulturministerin Malis, Aminata Traoré. Die reichen Länder des Nordens verdienen an dieser Verarmung und schotten sich gleichzeitig immer stärker gegen die Migration aus dem Süden und Osten ab.
Die Berliner Dokumentarfilmerin Leona Goldstein zeigt am Beispiel der westafrikanischen Staaten Mali, Burkina Faso und Côte d’Ivoire die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, die Menschen zur Migration bewegen. Dabei werden die ungleichen Beziehungen zwischen Afrika und Europa immer mitgedacht. So führt der Druck des Weltmarkts auf den Kakaopreis zu einer tiefen Wirtschaftskrise in der Côte d’Ivoire, dem größten Kakaoproduzenten der Welt. Nach zwei Putschversuchen kommt es zum Krieg, der Hunderttausende zur Flucht   zwingt. Die meisten Flüchtlinge bleiben im Land oder in den Nachbarstaaten Mali und Burkina Faso.
  • 16:30 – 18:00 Uhr: Infoveranstaltung zu Kolonialismus
Die Veranstaltung gibt ein Überblick über die etwa 34 Jahre deutsche Kolonialgeschichte. Auch wenn im europäischen Vergleich eine eher kurze Phase, trotzdem prägend – sowohl für die Menschen und Gebiete, die
kolonisiert wurden, als auch für die Menschen und die Gesellschaft, die kolonisierte. Wie kam es dazu, dass das Deutsche Reich Kolonialmacht wurde? Welche Regionen waren betroffen? Welche Veränderungen brachte die
rassistische Fremdherrschaft für die kolonisierten Menschen mit sich? Und welche Rolle spielten dabei eigentlich die weißen deutschen Frauen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen, ebenso wie auf verschiedene Formen antikolonialen Widerstands, insbesondere auf den Krieg der Herero und Name im damaligen Deutsch-Südwestafrika und den Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika. Der Blick wird aber auch auf das Deutsche Reich
gerichtet, auf kolonialgeprägte Vorgänge, vor allem die Rolle von Rassimus als legitimierende Ideologie des Kolonialismus und auf die Rolle der Wissenschaft. Der deutsche Kolonialismus ist zwar Vergangenheit, aber
Auswirkungen und Spuren dieser Zeit sind noch bis heute zu erkennen. Wir fokussieren uns auf die Spuren, die diese Zeit in Deutschland hinterlassen hat. Sowohl materiell, wie etwa in den Museen in Berlin, sowie ideel, wie etwa die Kontinuitäten weitverbreiteter rassiststischer Einstellungen und stereotyper Vorstellungen, auch in den Köpfen weißer Linker.
  • 18:00 – 20:00 Uhr: Die politische Situation in Burkina Faso – Eine Deomkratie? Ibrahim Toe
Der Workshop „Die politische Situation in Burkina Faso – Eine Deomkratie? “ wird von verschiedenen Aktivist_innen vorbereitet und stellt unterschiedliche Sichtweisen auf die politische Situation in verschiedenen afrikanischen Ländern vor. Im Rahmen der Veranstaltung wird es dann Zeit für Fragen und Diskussion geben.
  • ab 20:00 Uhr: Abschlussveranstaltung mit MC Nuri & Hossein, Matondo & Hayat (Die beiden Rapper Matondo und Hayat sind in Berlin geboren und aufgewachsen, aber erleben verschiedenen Formen von Rassismus. In ihrem Rap „Ausländer raus?!“ sind daher Textzeilen wie diese zu finden: „Ich wurde geboren in diesem Land, doch ich bleibe Immigrant
  • ab 21:00 Uhr: Konzert mit dem Berlin Boom Orchestra (Das Berlin Boom Orchestra ist eine deutsche Ska- und Reggae-Band.)

 

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